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Stolzes Bauerndorf

Sie sind nun fast alle nicht mehr, unsere alten Bauern, die Hollens Entwicklung vorwärts trieben, die maßgeblich beeinflussten und wahre Pioniere des Fortschritts waren.

Aus einem ärmlichen Dorf der mageren Geest wurde seit den achtziger Jahren (1880) ein stolzes Bauerndorf. Hollen hatte früher nur nach Westen hin einen Weg. Er führte nach Ammersum und weiter über Filsum noch Leer oder über die "alte Walke" zum damaligen Amtssitz Stickhausen. Nach Remels hin führte eine Verbindung durch Heide und Moor, nach Apen ging der so genannte „Schmugglerweg" über das Südgeorgsfehntjer Moor und nach Detern führte der alte „Heerweg".

Im Dorfe selbst waren die Wege in den nassen Jahreszeiten in einem unbeschreiblich schlechten Zustand. Fußgänger und Fuhrwerke konnten kaum durchkommen, da das Vieh morgens täglich ausgetrieben und abends wieder aufgestallt wurde. „Wull'n nich hentou de Knä'n dör de Mudder stappen, muß'n sück dör Pastors Märkel een Pad söken." Um 1870 erhielt das Dorf endlich eine Klinkerstraße.
Die Straße Detern-Remels wurde in den Jahren 1883 bis 1886 gebaut. Das war ein dorfgeschichtliches Ereignis von allergrößter Bedeutung! Das Dorf Hollen hatte Hand- und Spanndienste zu leisten und musste von Westerfeld bis an die Grenze von Klein-Remels den Sandkasten anlegen. Tief versumpft war um die Jahrhundertwende der Weg nach Südgeorgsfehn über Bargefehn. Wenn früher der Müllerwagen des Mühlenbesitzers Christian Ewald Bohlen nach dem Fehn fuhr, lud der Müllerknecht auf der Höhe bei Hinrich Hellmers die Hälfte der Säcke ab. Die vier schweren Müllerpferde konnten nur mit Mühe die halbe Ladung durch den Morast zum Kanal ziehen Dem starken Müllerknecht machte die doppelte Arbeit nicht viel aus: Einmal nahm er einen vollen Mehlsack unter den Arm, einen auf die Schulter, ließ sich noch einen Mann auf den Mehlsack setzen - und gewann lachend eine Wette. Für diese Straße musste Hollen nicht nur den Sandkasten anlegen, das Dorf hatte auch die Anfuhr der Klinker übernommen. Als es um die Befreiung von dieser Last vorstellig wurde, hieß es kurz und knapp: „Was geschrieben steht, steht geschrieben." - Die Verbindung zum Bahnhof Augustfehn lohnte jedoch alle Lasten, Mühen und finanziellen Opfer.